Dein erster Trackday - was du einstellst, was du in Ruhe lässt
Superbike / Rennstrecke
Redaktionell freigegebenZuletzt geprüft: 27.07.2026
Dein erster Trackday - was du einstellst, was du in Ruhe lässt
Die drei Dinge, die zählen
- Reifendruck ist die günstigste Rundenzeit. Straßendrücke sind auf der Strecke FALSCH (zu hoch - der Reifen überhitzt die Oberfläche, statt zu greifen). Streckenreifen zielen auf einen WARMDRUCK; kalt 0,3-0,4 bar darunter einstellen. Referenz: Slicks wie der Michelin Power Slick 2 laufen vorne 2,1 kalt bis 2,4 warm, hinten 1,5 bis 1,7 - beachte, dass das Heck NIEDRIGER läuft als die Front, anders als die Straßengewohnheit. Mit Sport-Straßenreifen bleibst du näher an 2,3/2,1 kalt. Nach der ersten Session erneut prüfen.
- Sag einmal einstellen. Fahrer-Sag hinten 30-35 mm Straße / 25-30 mm Strecke, vorne 25-30% des Federwegs. Wenn die Vorspannung am Maximum ist und der Sag immer noch falsch ist, passt die Feder nicht zu deinem Gewicht - das ist eine Teile-Entscheidung, keine Klicker-Entscheidung.
- Einen Klick öffnen (weicher), fahren, lernen. Die LAISA-Trackday-Regel lautet Druckstufe +1 vorne und hinten gegenüber der Baseline: Komfort und Sicherheitsmarge schlagen Rundenzeit-Härte, solange du die Linien lernst.
Was du am ersten Tag NICHT anfasst
Geometrie (Gabelhöhe, Heckhöhe), Zugstufen-Extreme, Lenkungsdämpfer auf Maximum, brandneue Reifen ohne Einfahren. Eine Änderung nach der anderen, gleiche Referenzkurve, Notizen nach jeder Session.
Aufwärm-Realität
Ohne Wärmer: die ersten 2-3 Runden sind Einfahr-Runden - progressive Schräglage, progressives Bremsen. An Tagen mit kaltem Asphalt: den Kaltdruck um ~0,1 bar senken, damit sich der Reifen warm walkt, und akzeptiere, dass es sich nie wie im Sommer anfühlen wird.
Quellen
Michelin - Tire Pressure on Track / Power Slick 2 data; Superbike-Coach - Motorcycle Suspension Guide + Tire Pressure: Track; TwoTyres trackday pressure guide; LAISA condition-factors (trackday rule)
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